In ihrer zahllosen Anwendungsvielfalt sind die Rohstoffe Grundlage zur Erfüllung materieller Grundbedürfnisse des Menschen und daher wichtig für die technisch, wissenschaftliche Entwicklung. Wirtschaftswachstum und Wohlstand sind ohne Rohstoffe nicht möglich. Daher liegt die Rohstoffsicherung in allgemeinen, öffentlichen und wirtschaftlichen Interesse.
Die Grundlage für eine künftige nachhaltige Rohstoffsicherung muss daher unter Beachtung der ökologischen, ökonomischen und sozialen Belange geschaffen werden.
Die mit der Erkundung, Genehmigung, Planung und dem Betrieb bei der Rohstoffgewinnung zusammenhängenden hohen Vorlaufinvestitionen bedürfen der Planungs- und Rechtssicherheit. Nur auf dieser Grundlage ist die Schaffung einer für den Standort Deutschland bedeutenden Zahl von Arbeitsplätzen möglich.
Der drittgrößte Bergbau nach Stein- und Braunkohle in Deutschland ist der Bergbau auf Kali- und Steinsalze. Aus den Kalirohsalzen werden wichtige Kalium- und Magnesiumdüngemittel für die Landwirtschaft produziert. Die K+S AG als einziger deutscher Kaliproduzent ist das viertgrößte Kaliunternehmen der Welt. Global werden rund 26 Millionen Tonnen K20 jährlich produziert. Mit steigender Weltbevölkerung wächst der Bedarf an Nahrungsmitteln. Bei begrenzt zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Anbauflächen ist nur mit einer ausreichenden Düngung der Böden eine höhere Nahrungsmittelproduktion möglich. Damit leistet der Kalibergbau einen wichtigen Beitrag zur Lösung der internationalen Lebensmittelversorgung.
Der Salzbergbau in Deutschland gewinnt den wichtigen Grundstoff NaCI aus Steinsalz, Salzsole, Siedesalz und Meersalz (außerhalb Europas). Neben dem Hauptrohstoff für Industrie, Gewerbe, Winterdienst, Ernährung und Gesundheit gibt es Mehr als hundert Verwendungsmöglichkeiten für Salz. Die Verkaufssegmente für Salz erstrecken sich über Speise-, Gewerbe-, Auftau- und Industriesalz. Die wichtigsten Salzproduzenten in Deutschland sind die esco, SWS / Südsalz, Wacker Chemie / Salzbergwerk Stetten sowie einige Salinen.
Im Kali- und Steinsalzbergbau sind rund 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt.
Im übrigen Bergbau konnten die durch Krisen bedingten Produktionsrückgänge weitestgehend ausgeglichen werden.