Allein der Fahrtwind und das Rollen der Räder seien zu hören, schildert der 50-Jährige. Steht der Wagen an der Ampel, stehe auch der Motor still. „Das Auto vibriert und zittert auch nicht so stark wie etwa ein Diesel." In seinen Fahrgewohnheiten musste sich Thomas Federhen nicht weiter umstellen. „Der e-Mini fährt sich wie ein Automatikfahrzeug mit entsprechender Schaltung und Pedalen." „Ich musste mich nur daran gewöhnen, dass er viel stärker bremst, wenn man den Fuß vom Fahrpedal nimmt."
Bei der Reichweite hält der Wagen nicht ganz, was der bayerische Hersteller verspricht. 250 Kilometer soll der 204 PS starke e-Mini mit einer Batterieladung schaffen. Da Federhen täglich nur bis zu 120 Kilometer fährt, müsste der Wagen eigentlich nur alle zwei Tage an die Steckdose. „Ich lade ihn täglich", sagt dagegen der Testfahrer. Eine Vollladung mit 230 Volt dauert etwa drei Stunden. Der Energieversorger Vattenfall hat auf seinem Büroparkplatz eine spezielle Steckdose installiert, die Federhen über ein Ladekabel mit der Batterie verbinden kann. Zudem kann er eine von etwa von 50 öffentlichen Ladestationen im Berliner Stadtgebiet nutzen.
Federhehns Fazit: „Ein Elektroauto eignet sich vorwiegend für Leute, die in großen Städten unterwegs sind." Er selbst werde sich auf jeden Fall eines kaufen, wolle aber noch warten, bis sie billiger werden.