IG-BCE-Betriebsrätetagung Nachhaltige Energiepolitik 2010 - 2050 Auf der Betriebsrätetagung in Hannover hat die IG BCE ihre Anforderungen an eine nachhaltige Industrie-, Energie- und Klimapolitik für die kommenden Jahrzehnte formuliert. Sie will eine Politik, die industrielle Entwicklung und Innovation fördert, eine langfristige, umwelt- und klimaverträgliche Energieversorgung sichert, das Klima tatsächlich schützt und sozialen Fortschritt voranbringt.
Nachhaltige Energiepolitik 2010 - 2050 Umweltfreundliche Kohle als Brücke Umweltfreundlicher und effizienter Einsatz von Kohle soll die Brücke zu einer vollständigen Energieversorgung aus regenerativen Energien als „Fernziel" gegen Ende dieses Jahrhunderts bilden. Das hat der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis heute (31.8.) bei einer Betriebsrätekonferenz in Hannover gefordert. Zugleich sprach er sich für Energieeinsparungen durch Effizienzsteigerung aus. „Solange Strom nicht in großen Mengen gespeichert werden kann, reichen erneuerbare Energien jedoch nicht aus, um die Grundlastversorgung der energieintensiven Industrien zu sichern", sagte Vassiliadis. „Eine Brücke bis in die regenerative Zukunft gegen Ende unseres Jahrhunderts können vor allem moderne und klimafreundliche Kohlekraftwerke schlagen. Denn neue Kernkraftwerke in Deutschland will ernsthaft niemand, " sagte der IG-BCE-Vorsitzende. mehr...
Nachhaltige Energiepolitik 2010 bis 2050 Energiepolitische Erklärung Deutschland muss ein wettbewerbsfähiger und umweltfreundlicher Industriestandort bleiben. Nur so lassen sich Arbeitsplätze sichern und schaffen. Unerlässliche Voraussetzung dafür ist eine sichere, klimaverträgliche und bezahlbare Energieversorgung. Dazu ist ein langfristiges Energiekonzept nötig, das Industrie und Gewerbe sowie der Energiewirtschaft zuverlässige Rahmenbedingungen für Investitionen garantiert. Ihre Forderungen für ein Energiekonzept der Bundesregierung hat die IG BCE in ihrer energiepolitischen Erklärung zusammengefasst. mehr...
Evonik Steag Chef Rumstadt: Konsens für einen breiten Energiemix „International gesehen kommt man am Energieträger Kohle nicht vorbei", diese Botschaft vermittelte Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Steag GmbH. Er warnte vor „ideologiegetriebenen Diskussionen" in Deutschland. Die heimische Energieversorgungswirtschaft brauche zuverlässige Rahmenbedingungen für ihre Investitionsentscheidungen. Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit müssten dabei gleichrangig sein. Lösungen für die energiepolitischen Herausforderungen ließen sich nicht einfach per Gesetz diktieren. Rumstadt: „Wir müssen Techniken entwickeln." Sein Appell an die anwesenden über 200 Betriebsräte: „Wir brauchen Konsens für einen breiten Energiemix".
Podiumsdiskussion Sicher - Sauber - Bezahlbar Im Anschluss an die Referate des Vormittags diskutierten Arbeitnehmer- und Unternehmensvertreter die Perspektiven der Energiepolitik. Dieter Faust (GBR-Vorsitzender RWE Power) unterstrich noch einmal, dass Unternehmen nur dann investieren würden, wenn die Rahmenbedingungen stimmten: „Nur dann haben wir Wirtschaftswachstum und sichern Arbeitsplätze." Karl-Heinz Horstkotte, Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Dyckerhoff AG warnte aus Sicht der energieintensiven Zementindustrie: „Wenn Energiekosten so weitersteigen, dann haben wir einen Standortnachteil innerhalb Europa." Sicher-sauber-bezahlbar müsse die Energie auch künftig sein, forderte Dr. Utz Tillmann (VCI). Und Joachim Rumstadt (Evonik Steag) legte beim Thema Kernenergie seine Finger in eine immer noch offene Wunde: Das Thema Endlagerung müsse endlich gelöst werden.
Ulrich Freese, stellv. IG-BCE-Vorsitzender Nachhaltigkeit ist ohne soziale Dimension nicht möglich „Wir haben zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Thema eingeladen." - Mit diesen Worten zog Ulrich Freese das Fazit unter die energiepolitische Konferenz der IG BCE, an der über 200 Betriebsräte teilnahmen. Er erinnerte daran, dass das Thema Nachhaltigkeit nicht nur eine, sondern drei gleichrangige Dimensionen habe: Soziales - Umwelt - Wirtschaft. Wichtig wäre, dass Gewerkschaften an den Diskussionen auf der internationalen Ebene teilnähmen und verdeutlichten, dass Nachhaltigkeit ohne soziale Dimension nicht möglich sei. Seine Mahnung: „Voraussetzung für erfolgreiche Klimapolitik ist eine innovative Industrie." Deshalb müsse Deutschland ein wettbewerbsfähiger und sozialer Industriestandort bleiben. Freeses Appell an die Politik: „Schaffen Sie die notwendigen vernünftigen Rahmenbedingungen für die Zukunft von Energie und Industrie in Deutschland!"