Die Braunkohlenvorkommen in Deutschland belaufen sich auf 78 MilliardenTonnen. Davon sind - auf der Grundlage der heutigen Technik – etwa 41 Milliarden Tonnen wirtschaftlich gewinnbar. Mit den ansteigenden Energiepreisen wird sich der Anteil wirtschaftlich abbaubarer Vorräte in den nächsten Jahren erhöhen.
Die Lagerstätten befinden sich im Rheinland, in der Lausitz, in Mitteldeutschland, zwischen Leipzig und Halle sowie in Helmstedt.
Die genehmigten und erschlossenen Tagebaue verfügen über eine Kapazität von rund sieben Milliarden Tonnen Braunkohle. Bundesweit waren 2010 einschließlich der Braunkohlekraftwerke 22.704 Beschäftigte im Braunkohlenbergbau tätig. Mit einer Jahresförderung von 169,4 Millionen Tonnen im Jahr 2010 wurde der Wert von 2009 um rund 0,4 Millionen Tonnen unterschnitten. Die Braunkohle wird zu über 90 Prozent zur Stromerzeugung eingesetzt. Mit einem Anteil von knapp 24 Prozent an der Bruttostromversorgung im Jahr 2009 bildete die Braunkohle mit Steinkohle und Kernenergie den wichtigsten Pfeiler der deutschen Stromversorgung.
Als heimischer Energieträger ist die Braunkohle preisgünstig und stabil im Vergleich zu anderen Primär-Energieträgern. Zur Erreichung des politischen Ziels der Energieversorgungssicherheit ist der heimische Braunkohlenbergbau unerlässlich.
CO2-Reduzierung
Die CO2-Reduzierung ist - spätestens seit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls - auf allen gesellschaftlichen Ebenen in der Diskussion.
Die deutschen Braunkohlekraftwerke erhöhen seit Jahrzehnten ihren Wirkungsgrad. Der Schadstoffausstoß wird kontinuierlich verringert. So haben heutige neue Braunkohlekraftwerke einen Wirkungsgrad von circa 45 Prozent. Das ist eine Steigerung gegenüber den 60er Jahren um mehr als 50 Prozent. Dadurch werden die Ressourcen und die Umwelt geschont.
Die „Clean-Coal-Technologie" könnte in der Zukunft die Möglichkeit eines Quantensprungs in der CO2-Reduzierung bieten. Alle deutschen Braunkohlenverstromer forcieren ihre Forschungsaktivitäten.